Heuschnupfen und Allergien – wie die Natur Abhilfe schafft

Petra Nigg • 5. März 2026

Nicht sichtbar, machen sie uns trotzdem das Leben schwer: Die Pollen

Wenn die Temperaturen milder werden, Bäume und Sträucher zu blühen beginnen, löst das bei den meisten Menschen Freude aus. Bei Pollen-Allergikern aber beginnt die jährliche Leidenszeit mit verstopfter oder triefender Nase, Niesanfällen, juckenden, tränenden oder brennenden Augen, Jucken in Gaumen und Ohren. Einige kämpfen zudem gegen Atemnot und Husten. Nicht wenige Betroffene entwickeln bei fehlender Behandlung im Laufe der Zeit ein allergisches Asthma. Bei Heuschnupfen reagiert das Immunsystem auf die an sich harmlosen Eiweisse der Pollen. Diese werden vom Körper des Allergikers als «fremd» eingestuft und lösen eine überschiessende Abwehrreaktion aus. Es werden Antikörper im Blut gebildet, um die Fremdsubstanzen zu bekämpfen. Der Körper schüttet dabei auch vermehrt den Botenstoff Histamin aus, das die typischen Allergiesymptome hervorruft. Heuschnupfen tritt selten vor dem dritten Lebensjahr auf. In der Regel beginnen die Beschwerden ab Schulalter.


Welche Pflanzen sind bekannte Übeltäter

Von den rund 3500 heimischen Pflanzen sind nur etwa 20 für Allergiker von Bedeutung. Die wichtigsten Auslöser einer Pollenallergie sind: Bäume wie Hasel, Erle, Esche, Birke, Hagebuche, Eiche. Verschiedene Gräser oder Kräuter wie Beifuss und das stark allergene Traubenkraut (Ambrosia).


Tipps und Tricks, um Beschwerden zu reduzieren

Während der Pollensaison nur kurz stosslüften, täglich staubsaugen und die Wäsche nicht im Freien trocknen lassen. Es ist empfehlenswert, draussen eine Sonnenbrille zu tragen und die Freizeitaktivitäten dem Pollenflug anzupassen (Indoor- oder Wassersport). Abends die Haare waschen, damit möglichst wenig Pollen ins Bett gelangen sowie morgens und abends die Nase mit Meerwasserspray oder Kochsalzlösung spülen kann zusätzlich helfen.


Schwarzkümmel bei Heuschnupfen und Allergien

Autorin: Frau Prof. Dr. med. Sigrun Chrubasik-Hausmann, Bad Ragaz


Als natürliche Alternative empfiehlt sich die Einnahme des antiallergisch wirksamen Schwarzkümmelöls. Die Heilkraft des Schwarzkümmels ist in allen Weltreligionen verankert. Immer mehr Forschungsergebnisse belegen die positiven Wirkungen von Schwarzkümmelöl bei Erkrankungen des Immunsystems. Bei Erwachsenen und Kindern mit Heuschnupfen, Asthma und Ekzem besserten sich unter der Einnahme von bis zu 6 g Öl pro Tag die Beschwerden. Bei Kindern wird die Dosis an das Körpergewicht angepasst. Die Wirkung des Schwarzkümmelöls bei Heuschnupfen entsprach dabei der von synthetischen Medikamenten und Asthmatiker zeigten unter der Einnahme von Schwarzkümmelöl eine verbesserte Lungenfunktion und weniger Asthma-Anfälle.


In der Apotheke Seuzach beraten wir Sie gerne zu individuell angepassten Therapien für eine möglichst beschwerdefreie Pollensaison. Genaue Informationen zur täglichen Pollenbelastung finden sich auf www.pollenundallergie.ch oder über die App «Pollen-News» des aha-Allergiezentrums Schweiz


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